Fotografie/Medien

Das Studium im Schwerpunkt Fotografie/Medien ist geprägt durch die generelle Struktur des Studienprogramms Freie Kunst, enthält jedoch besonders im ersten Studienjahr spezielle, fachbezogene Grundlagenseminare zu bestimmten fotografischen Techniken und Verfahren im Bereich der analogen und digitalen Bildbearbeitung und der Studiotechnik.

Außerdem werden im kunstwissenschaftlichen Begleitstudium und bei den praktischen Pflichtfächern besondere fotografie- und medienrelevante Seminare, sowie Veranstaltungen zur angewandten Kunst (Design) angeboten.

Künstlerklasse Fotografie/Medien (FM1): Thomas Zika

Lernziele

Künstlerische Fotografie / Fotografie als Kunst

Im Grundstudium werden Grundlagen der Geschichte, der Technik und des Einsatzes der analogen wie digitalen technischen Bildmedien vermittelt. Die Studierenden üben Grundlagen der Technik und der Bildkomposition anhand von praktischen Themenstellungen, die auf den Funktionsweisen der technischen Bildmedien aufbauen. Diese Bildkompositionsregeln werden auf analoge und digitale Weise nachvollzogen.

Unerläßlich ist das Kennenlernen historischer Positionen der Fotografie-, Film- und Kunstgeschichte, die in Referaten und Vorträgen, sowie auf Exkursionen in entsprechenden Ausstellungen angeeignet werden. Der neugierige und distanzierte Blick zurück öffnet den Blick nach vorn. Wichtig ist die Bildanalyse, die als Instrumentarium für Analyse und Kritik entwickelt wird, die sich ebenso auf aktuelle Resultate aus Kunst und Alltagsästhetik, sowie auf die eigene Arbeit anwenden läßt. Parallel und in Abstimmung mit der historisch-theoretischen Einführung erarbeiten die Studierenden in praktischen Aufgaben grundlegende Techniken; analoge und digitale Bildstrategien werden ausgewogen angewandt. Gerade im Spannungsfeld analoger Wirklichkeits„abbildung“ und digitaler „Wirklichkeits“generierung ergeben sich die spannendsten Bildfindungen.

Inhalte

Im Hauptstudium werden die praktischen und theoretischen Lernziele des Grundstudiums weiter-entwickelt und vertieft. Die Studierenden erarbeiten und präzisieren ihre eigenen individuellen künstlerischen Positionen; entweder anhand von gestellten Themen oder in der eigenen Themenfindung. Eigene bildmediale Konzeptionen zu erstellen und auch adäquat umsetzen zu können, steht im Mittelpunkt. Dazu gehört neben der begründeten Wahl von Bildrhetorik und technischen Mitteln die Fähigkeit, Fotografie im gesellschaftlichen und vor allem künstlerischen Kontext verorten zu können. Im kritischen und selbstkritischen Diskurs werden die Bedingungen der Herstellung und der Wahrnehmung öffentlicher Rezeption erörtert.

Die Studierenden sollten ein Bewusstsein für die „Macht des Bildes“ erhalten und für die Möglichkeiten, die der Antagonismus von Realität und Fiktion im Bereich der technischen Bildmedien bietet. Methoden der Inszenierung, serielle Strategien, Möglichkeiten und Funktionsparameter des Einzelbildes, Präsentationstechniken, Wahrnehmungskontexte, Fragestellungen der Bildautonomie etc. werden im Hinblick auf jeweils spezifische Problemstellungen vermittelt.

Zum Abschlussdiplom präsentieren die Studierenden in einer Ausstellung eine eigene Arbeit, die eine individuelle Position und Auseinandersetzung im künstlerischen Umgang mit dem Medium Fotografie widerspiegelt.

Benötigtes Material

Zu den Terminen bringen die Studierenden regelmässig ihre Arbeitsproben, freien Arbeiten und Themenbearbeitungen, Konzepte, künstlerischen Ideen, medienübergreifenden Arbeitsproben, Skizzen etc.mit

Künstlerklasse Fotografie/Medien (FM2): Christiane Hantzsch

Lernziele

Die Studierenden

  • verstehen die Fähigkeiten und Limitierungen der Kamera und lernen, diese bewusst einzusetzen.
  • erarbeiten unterschiedliche fotografische Darstellungsmethoden. Das bedeutet auch verschiedene Bildsprachen erkennen, verstehen und anwenden zu können.
  • entwickeln Kompetenz bezüglich der Fähigkeiten zur konstruktiven Kritikausübung im Gespräch über die Arbeiten anderer Studierender, zur Selbstkritik, zur Reflexion, zur Diskussion.
  • erlernen Respekt im Umgang mit anderen Studierenden und Teamfähigkeit.
  • erfahren ein weites Spektrum an fotokünstlerischen Positionen durch Ausstellungsbesuche, Künstlerbücher, Filme, Referate. Diese werden diskutiert und in Bezug auf die Arbeiten der Studierenden reflektiert
  • lernen die inhaltlichen und formalen Kriterien Ihres Projektes zu definieren.
  • entwickeln Sicherheit und Selbstbewusstsein bei der Konzeption und Realisierung eigener fotokünstlerischer Arbeiten und deren stringenter Präsentation.

Inhalte

In der Klasse werden gesellschaftliche und persönliche Fragestellungen als Voraussetzung künstlerischen Handelns reflektiert. Die Fotografie ist ein Medium vielfältiger Potenziale, deren visuelle Stilmittel z.B. dokumentarischen, erzählerischen oder inszenatorischen Charakters sein können. In offenen Korrekturgespräche und Bildanalysen in der Klasse werden die unterschiedlichen Strategien künstlerischen Ausdrucks diskutiert und ein Vokabular für die technischen, formalen und inhaltlichen Kriterien zur Beurteilung fotografischer Arbeiten gebildet. Eine eigene künstlerische Haltung wird erarbeitet.

Im Grundstudium werden erste Aufgaben zu einer künstlerischen Auseinandersetzung in und mit dem Medium Fotografie gestellt und die fachspezifischen Grundlagen für die Darstellungsmethoden in der Fotografie vermittelt. Auch freies Arbeiten ist ausdrücklich gewünscht, da es den Prozess des sich Entdeckens und fotografischen Experimentierens fördert.

Im Hauptstudium werden die fachspezifischen Grundlagen vertieft und das Vokabular zur Beurteilung fotografischer Arbeiten erweitert. Durch das Kennenlernen verschiedener historischer und zeitgenössischer fotografischer Positionen und die Auseinandersetzung mit ihnen in der Klasse, wird die Positionierung der Studierenden in der künstlerischen Praxis unterstützt. Die Studierenden arbeiten an längerfristigen künstlerischen Projekten, die sie konzipieren und realisieren. Diese Projekte werden durch gemeinsame Korrekturtermine in der Klasse oder im Einzelgespräch weiterentwickelt.

Ein Ziel meiner Lehre ist die individuelle Entwicklung der Studierenden, durch die sie einen künstlerischen Standpunkt mit einer eigenen Bildsprache und Aussage zu persönlich und gesellschaftlich relevanten Themen ausbilden können.

Benötigtes Material

Bitte für den ersten Termin im 1. Semester Mappe mit fotografischen Arbeiten mitbringen.

Die künstlerische Arbeit in den Künstlerklassen wird unterstützt und ergänzt durch Werkstattkurse. Das kunstwissenschaftliche Begleitstudium an der fadbk dient der theoretischen Fundierung und Ergänzung der praktischen künstlerischen Arbeit und ist für alle Studierenden verbindlicher Bestandteil des Studiums. Veranstaltungen zu Management und Professionalisierung runden das Angebot ab.

Das umfangreiche und breitgefächerte Kursangebot aus dem Sie wählen können finden Sie im Bereich Fortbildung Kunst und Technik.

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