Lehrerfortbildungen

Seit dem Sommersemester 2017 bietet die fadbk Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer der Oberstufe im Fachbereich Kunst an. Gerne stellen wir Ihnen unser aktuelles Kursangebot für das Wintersemester 2019/20 vor, das an die Vorgaben der Abiturthemen 2021/22 angelehnt ist.

Wir bieten kunstwissenschaftliche Vorlesungen und praktische Seminare zu folgenden Künstler*innen an: Louise Bourgeois, Max Ernst, Francisco de Goya, Hannah Höch, Edvard Munch, Thomas Struth.

Unseren Flyer zum Angebot der Lehrerfortbildung können Sie hier herunterladen.

Das Angebot der Lehrerfortbildungen unterteilt sich in kunstwissenschaftliche Vorlesungen und in praktische Seminare:

Kunstwissenschaftliche Vorlesungen

Strategien der Bildentstehung in individuellen und gesellschaftlichen Kontexten bei Louise Bourgeois: 24.01.2020

Strategien der Bildentstehung in individuellen und gesellschaftlichen Kontexten bei Louise Bourgeois

Louise Bourgeois` Kunst erschließt sich vor dem Hintergrund einer verinnerlichten Perspektive: „Der schöpferische Impuls für alle meine Arbeiten ist in meiner Kindheit zu suchen.“ Ihr Werk, das sich zwischen Surrealismus, abstraktem Expressionismus und Minimalismus bewegt, entzieht sich allen künstlerischen Klassifikationsbestrebungen. Louise Bourgeois` Arbeiten basieren auf Erinnerung, Emotion und Reaktivierung von Kindheitserinnerungen und folgen einem subjektiven Ansatz, bei dem alle Arten von Material und Formen, von abstrakter Geometrie bis zu organischer Realität, verwendet werden. Ihre Arbeiten untersuchen Fragestellungen rund um Verwundbarkeit und Angst und greifen meist auf eigene Lebenserfahrung zurück. Trotz der zutiefst persönlichen Bezüge in ihrem Werk reicht Bourgeois‘ einzigartige Bildsprache letztendlich über beides hinaus und wirft universelle Fragen zum Leben und zur Kunst auf. Vorstellungen über die Frau und ihre verschiedenen Formen, einschließlich der Rollen von Tochter, Ehefrau, Mutter und Geliebter, werden anhand eines Vokabulars wiederkehrender Motive untersucht: Spinnen, Spiralen, der „Bogen der Hysterie“, Doppelformen und verschlungene Stoffkörper. Arbeiten wie die „Zellen“ untersuchen Fragestellungen rund um Verwundbarkeit und Angst. Für Bourgeois repräsentieren sie physischen, emotionalen, psychologischen, geistigen und intellektuellen Schmerz.

Die Fortbildung vermittelt biografisches und kulturwissenschaftliches Wissen, einen Einblick in das jeweilige künstlerische Werk und gibt praktische Anregungen, wie man sich beispielhaften Werken inhaltlich und interpretatorisch nähern kann.

Termin: 24.01.2020, 10-17 Uhr

Dozentin: Heike Ising-Alms

Kursgebühr: 70 Euro

Strategien der Bildentstehung in individuellen und gesellschaftlichen Kontexten bei Max Ernst: 06.11.2019

Strategien der Bildentstehung in individuellen und gesellschaftlichen Kontexten bei Max Ernst

Als Zeitgenosse und Künstler erlebt „minimax-dadamax“ (1919) oder „Schnabelmax“ (1953) alle Höhen und Tiefen des 20. Jahrhunderts: Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg, Exil in Frankreich, Vertreibung in die USA, Rückkehr nach Europa. So wie Max Ernst die intellektuellen und künstlerischen Diskurse dieser bewegten Zeit in sich aufnahm und sich als Maler und Bildhauer mit ihnen – auch im Austausch mit anderen, die Epoche des Expressionismus und Surrealismus prägenden Künstlerpersönlichkeiten – auseinandersetzte, beeinflusste er die Kunst nachhaltig. Von dem Moment an, als Max Ernst 1919 das Collage-Prinzip benutzt, modifiziert, erweitert und in Malerei übersetzt, beginnt er in immer neuen Ansätzen, die Kunst zu verändern. Nicht individualschöpferische Erfindung und Realisation bestimmen für ihn den künstlerischen Prozess, sondern Auswahl und Bearbeitung von vorhandenen Bildern und Strukturen. Auf dieser Basis entwickelt und praktiziert er die Durchreibetechnik der Frottage, die Grattage, die Décalcomanie samt komplizierter Mischverfahren – halbautomatische Techniken, mit denen er den „Mechanismus der Inspiration“ aufspürt. Das Charakteristikum seiner Werke ist, dass sie ihren technischen Werdegang nicht verbergen.

Die Fortbildung vermittelt biografisches und kulturwissenschaftliches Wissen, einen Einblick in das jeweilige künstlerische Werk und gibt praktische Anregungen, wie man sich beispielhaften Werken inhaltlich und interpretatorisch nähern kann.

Termin: 06.11.2019, 10-17 Uhr

Dozentin: Heike Ising-Alms

Kursgebühr: 70 Euro

Die Konstruktion von Wirklichkeit in den Werken von Francisco de Goya: 04.12.2019

Die Konstruktion von Wirklichkeit in den Werken von Francisco de Goya

Francisco de Goya ist ein neuer Typus von Künstler – ein „bitteres und trauriges Genie“ (Félicien Fagus) – in einer Zeit, die von den freiheitlichen Idealen der Französischen Revolution geprägt ist. Der Übergang von der feudalen Ständegesellschaft zur bürgerlichen Klassengesellschaft findet seine Entsprechung in der künstlerischen Haltung und im Werk des liberalen Künstlers: seine Lebensstationen sind die des monarchistischen Hofmalers, Zeitzeuge der Napoleonischen Herrschaft über Europa, aber auch die des künstlerische wie politische Distanz überwindenden Anklägers von Inquisition, Krieg und Folter in der nachnapoleonischen Restauration. Sein künstlerischer Blickwinkel wird auch durch einen Schicksalsschlag beeinflusst. Nach einem Schlaganfall 1792 ändert sich Goyas Leben drastisch. Er wird taub und entwickelt, bedingt durch eine veränderte Sinneswahrnehmung, eine Perspektive der Verinnerlichung, ohne Rücksichtnahme auf gesellschaftliche Konventionen. In seinen Werken spiegelt sich diese Haltung in Verbindung mit seiner Vorstellungskraft wider und er bringt Ironie, das Groteske und Obszönität in die Kunst: Er „geht den Leichen zu Leibe und den Grausamkeiten auf den Grund“.

Die Fortbildung führt anhand von Schlüsselwerken in den geistesgeschichtlichen und zeithistorischen Hintergrund ihrer Entstehung und das extrem Subjektive des Werkes der jeweiligen Künstler ein.

Termin: 04.12.2019, 10-17 Uhr

Dozentin: Heike Ising-Alms

Kursgebühr: 70 Euro

Strategien der Bildentstehung in individuellen und gesellschaftlichen Kontexten bei Hannah Höch: 05.11.2019

Strategien der Bildentstehung in individuellen und gesellschaftlichen Kontexten bei Hannah Höch

Hannah Höch ist die einzige Frau in der turbulenten Berliner Dadaisten-Szene, begründet von Raoul Hausmann, mit dem sie in einer neurotischen Beziehung lebt und der sie als Dadaistin nicht anerkennt. Sie behauptet ihre Eigenständigkeit und beschäftigt sich intensiv mit der Collage. Ab 1919 schafft sie mit zusammengesetzten Foto- und Textfragmenten aus Berliner Zeitschriften ironisch-zeitkritische Fotomontagen, die zugleich ein sozialkritisches Kaleidoskop der Zwischenkriegszeit darstellen. Aus dieser Zeit stammen die Assemblagen aus vorgefundenen Objekten, die sie zum Teil auch als Gemeinschaftsarbeiten mit ihren Freunden Schwitters und Arp schafft. Bis 1933 entstehen „Symbolische Landschaften“. Nach der Trennung von Hausmann lebt sie eine Weile mit der Holländerin Til Brugmann zusammen. 1929 kehrt Höch nach Deutschland zurück und ist erschüttert über den wachsenden Einfluss der nationalsozialistischen Bewegung. Im nationalsozialistischen Deutschland lebt sie unauffällig in innerer Emigration. Nach dem Krieg wird ihr in bitterer Armut auf Anregung von Arp ein Ehrensold der Stadt Berlin bewilligt.

Die Fortbildung vermittelt biografisches und kulturwissenschaftliches Wissen, einen Einblick in das jeweilige künstlerische Werk und gibt praktische Anregungen, wie man sich beispielhaften Werken inhaltlich und interpretatorisch nähern kann.

Termin: 05.11.2019, 10-17 Uhr

Dozentin: Heike Ising-Alms

Kursgebühr: 70 Euro

Die Konstruktion von Wirklichkeit in den Werken von Edvard Munch: 03.12.2019

Die Konstruktion von Wirklichkeit in den Werken von Edvard Munch

Eine demaskierende Menschensicht prägt das malerische und grafische Werk von Edvard Munch, es schöpft aus seiner individuellen Biographie. Traumatische Erlebnisse wie der Tod von Mutter und Schwester setzt er in eine einzigartige Symbolik von hoher emotionaler Intensität um. Sein berühmtestes Bild „Der Schrei“ gilt als eine Ikone der Moderne. Obwohl es für Generationen zu einem universellen Symbol menschlicher Angst geworden ist, stellt es eine zutiefst persönliche Antwort auf Munchs Herkunft, Erfahrung und psychische Instabilität als junger Künstler dar. Rebellisch und hungrig nach neuen Erfahrungen, lehnt er seine strenge pietistische Erziehung ab, um einen unkonventionellen Lebensstil zu verfolgen. Er bereist Europa und zieht künstlerische Inspiration aus den Bohème-Kreisen sowie seinen leidenschaftlichen Liebesbeziehungen in den Städten Oslo, Berlin und Paris. Sein Hauptwerk ist der Lebensfries, den er in einem 1918 veröffentlichten Text als „eine Dichtung über Leben, Liebe und Tod“ beschreibt. Wie andere Maler im frühen 20. Jahrhundert benutzt Munch die Fotografie. Wie besessen malt er Selbstporträts. In den dreißiger Jahren leidet er an einer Augenkrankheit und schafft Arbeiten, die die Auswirkungen seines degenerierenden Anblicks darstellen. Anerkennung als Künstler, Ruhm und Wohlstand wachsen in einem sich schnell wandelnden Europa stetig, er zieht sich jedoch in die selbstgewählte Einsamkeit inmitten seiner Bilder im norwegischen Christiania zurück. Dort bleibt er auch von den Diffamierungen im nationalsozialistischen Deutschland als „entarteter“ Künstler unbehelligt. In den letzten Jahren muten seine Bilder lebensbejahender an.

Die Fortbildung führt anhand von Schlüsselwerken in den geistesgeschichtlichen und zeithistorischen Hintergrund ihrer Entstehung und das extrem Subjektive des Werkes der jeweiligen Künstler ein.

Termin: 03.12.2019, 10-17 Uhr

Dozentin: Heike Ising-Alms

Kursgebühr: 70 Euro

Die Konstruktion von Wirklichkeit in den Werken von Thomas Struth: 14.01. / 11.02.2020

Die Konstruktion von Wirklichkeit in den Werken von Thomas Struth

Thomas Struth, als Fotograf in der Düsseldorfer Fotoschule von Bernd und Hilla Becher beeinflusst, ist bekannt für seine über Jahre entstehenden Werkgruppen. Hierbei widmet sich der Künstler einem Thema, indem er ein Motiv in formal ähnlich bleibender Anlage so variiert, dass das zugrunde liegende Konzept sowie die spezifische Differenz sichtbar werden. Aufnahmen von Straßen und Plätzen internationaler Städte fordern in der Serie Unbewusste Orte zum vergleichenden Sehen heraus. Die Porträts von Familien zeigen die Beziehung zwischen Individuum und Gemeinschaft in unterschiedlichen Kulturen. Landschaften, z. B. der Serie Löwenzahnzimmer, und technische Anlagen werden zumeist menschenleer aufgenommen, führen uns dennoch die vom Menschen geprägte Welt vor Augen, gekennzeichnet von Kultivierung und Urbanisierung, Technisierung und Globalisierung. Die Gruppe der Museumsbilder wie Museo del Prado, zugleich Betrachtende und Betrachtetes erfassend, thematisieren Prozesse der Kunstrezeption auf einer Metaebene. Bildwelten und Weltbilder sind Gegenstand dieser künstlerischen Reflexion, die Sehgewohnheiten und Vorstellungen als Modelle des Wirklichen präsentiert und in Frage stellt.

Die Fortbildung führt in die künstlerische Position Thomas Struths innerhalb der zeitgenössischen Fotografie vor dem Hintergrund von Foto- und Medientheorie ein. Die Beziehung zwischen Bild und Welt sowie die Strategien zur Konstruktion von Wirklichkeit werden anhand exemplarischer Werke analysiert.

Termine: 14.01. oder 11.02.2020, jeweils 10-17 Uhr

Dozentin: Dr. Marina Linares

Kursgebühr: 70 Euro

Praktische Seminare

Zelle um Zelle – Louise Bourgeois: 15.11.2019 / 10.01.2020

Zelle um Zelle – Louise Bourgeois

Die Serie „Cells“ (Zellen) gehört zu den zentralen skulpturalen Werkgruppen im Oeuvre von Louise Bourgeois – architektonische Raumkonstruktionen, Gehäuse, die Bourgeois mit Fundstücken und eigenen Skulpturen zu emotionsgeladenen Mikrokosmen gestaltete.

Die Fortbildung ‚Zelle um Zelle‘ bietet eine künstlerisch-praktische Annäherung an „Cells“, in der auch Anregungen für die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern vermittelt werden. Hierzu zählt neben der Anleitung zur Erstellung eines Modells auch die gemeinsame künstlerische Gestaltung einer offenen Raumkonstruktion. Die große begehbare Zelle wird in Anlehnung an Bourgeois mit eigens dafür gefertigten Objekten und auch akustischen Elementen zu einem mehrdeutigen Raum im Raum.

Termine: 15.11.2019 oder 10.01.2020, jeweils 10-17 Uhr

Dozent: Siegbert Altmiks

Kursgebühr: 70 Euro

Zzgl. Materialkosten: 15 Euro. Bitte alte Kleidung oder einen Kittel aus Ihrem persönlichen Fundus mitbringen!

Collage und Verfremdung – eine Annäherung an die Bildwelten von Max Ernst und Hannah Höch: 15.11.2019 / 10.01.2020

Collage und Verfremdung – eine Annäherung an die Bildwelten von Max Ernst und Hannah Höch

In der Fortbildung werden aleatorische Verfahren auf der zweidimensionalen Ebene vorgestellt und in eigenen Bildfindungen praktisch erprobt und umgesetzt. Im Atelier nähern wir uns dem malerischen und grafischen Werk von Max Ernst an und vertiefen bekannte und weniger bekannte Techniken. In der weiteren Auseinandersetzung mit Werken von Max Ernst und Hannah Höch steht der kombinatorische Einsatz verschiedener Techniken und Materialien im Fokus. Gerade die Collage bietet, durch das zufällige Zusammentreffen zweier wesensfremder Realitäten, Möglichkeiten aktuellen und kritischen Zeitbezug ganz im Sinne von Max Ernst und Hannah Höch zu thematisieren.

Als thematische Ergänzung kann das Seminar „Zufall und Fundstück – kombinatorische Verfahren im plastischen Werk von Max Ernst“ dazu gebucht werden. Die beiden Seminare finden an zwei aufeinander folgenden Tagen statt.

Termine: 15.11.2019 oder 10.01.2020, jeweils 10-17 Uhr

Dozentin: Susanne Müller-Kölmel

Kursgebühr: 70 Euro

Zzgl. Materialkosten: 20 Euro. Bitte alte Kleidung oder einen Kittel aus Ihrem persönlichen Fundus mitbringen!

Zufall und Fundstück – Kombinatorische Verfahren im plastischen Werk von Max Ernst: 16.11.2019 / 11.01.2020

Zufall und Fundstück – Kombinatorische Verfahren im plastischen Werk von Max Ernst

Die Fortbildung bietet eine künstlerisch-praktische Annäherung an die aleatorischen und kombinatorischen Verfahren im Werk von Max Ernst. Hierbei stehen die vielfältigen Möglichkeiten, im spielerischen Umgang mit verschiedenen Materialien und Fundstücken zur Gestaltung eines künstlerischen Objekts oder einer Assemblage zu kommen, im Fokus. Das, was in der Kombination von Materialien und Fundstücken entstehen kann, liegt außerhalb eines vorgestellten durchgeplanten Werkes. Fundstücke verwandeln sich in Wesen, Materialien transportieren mit ihrer Stofflichkeit mehrdeutige Ausdrucksqualitäten. Die Annahme des Zufalls als inspirierende Quelle wird zum Bestandteil der künstlerischen Werkidee. Die plastische Werkgestaltung aus der Verbindung verschiedener Materialien und aleatorischer Verfahren bietet auch Schülerinnen und Schülern künstlerische Möglichkeiten, sich kritisch mit ihrer Welt aus Gegenständen, Formen und starren Vorgaben auseinanderzusetzen.

Als thematische Ergänzung kann das Seminar „Collage und Verfremdung – eine Annäherung an die Bildwelten von Max Ernst und Hannah Höch“ dazu gebucht werden. Die beiden Seminare finden an zwei aufeinander folgenden Tagen statt.

Termine: 16.11.2019 oder 11.01.2020, jeweils 10-17 Uhr

Dozent: Siegbert Altmiks

Kursgebühr: 70 Euro

Zzgl. Materialkosten: 15 Euro. Bitte alte Kleidung oder einen Kittel aus Ihrem persönlichen Fundus mitbringen!

Gestaltete Realitäten im malerischen und grafischen Werk – Speziell die grafische Technik „Aquatinta“ in den Radierungen von Francisco de Goya: 13.11.2019

Gestaltete Realitäten im malerischen und grafischen Werk – Speziell die grafische Technik „Aquatinta“ in den Radierungen von Francisco de Goya

Auf Grundlage der Betrachtung einiger Bildbeispiele aus dem grafischen Werk Goyas, beispielsweise aus dem zwischen 1793 und 1799 entstandenen gesellschaftskritischem Zyklus „Los Caprichos“ oder aus der Serie „Desastres de la Guerra“ (1810-1814) werden Sie in der Druckwerkstatt die Technik der Aquatinta erlernen oder vertiefen und mit den klassischen Kratz-, und Zeichentechniken des Tiefdrucks kombinieren. Sie werden die nötigen Arbeitsvorgänge, deren Handhabung und deren Sicherheitsvorkehrungen durch gezielte Anweisungen kennen und anwenden lernen. So wird Ihnen beispielsweise der Harz Kolophonium und dessen Aufbringen auf den Druckträger durch den Staubkasten oder das „Beutelkorn“, das „Schmelzen“ des Korns durch den Bunsenbrenner, verschiedene Zeichentechniken (etwa mittels Abdecklack) und schließlich der Ätzvorgang in einer leichten Säure vorgestellt. Ihnen wird zudem gezeigt, wie Sie alternative „Rastermethoden“ erarbeiten und lehren können und mit welchem Papier Sie auf welche Art bessere Ergebnisse erlangen.

Termin: 13.11.2019, 10-17 Uhr

Dozent: Jan Erik Parlow

Kursgebühr: 70 Euro

Zzgl. Materialkosten: 20 Euro. Bitte alte Kleidung oder einen Kittel aus Ihrem persönlichen Fundus mitbringen!

Edvard Munch: Grenzüberschreitungen – Modern, Mutig, Eigensinnig: 16.11.2019 / 11.01.2020

Edvard Munch: Grenzüberschreitungen – Modern, Mutig, Eigensinnig

Die Fortbildung bietet eine praktisch orientierte Annäherung an das malerische und grafische Werk von Edvard Munch. Es werden verschiedene Techniken in Malerei und Grafik vorgestellt und erprobt, die an die künstlerische Arbeitsweise von Munch heranführen. Dazu gehört der bildgestaltende Umgang mit flächigem Farbauftrag, spezielle Linienführung und der Einsatz von Farbe zur Erzeugung von Bildstimmungen. Der Einstieg findet über ein weibliches Modell statt und weiterführend in Arbeiten nach fotografischen Landschaftsvorlagen. Im Umgang mit einfachen Drucktechniken wird die Ausdrucksqualität grafischer Mittel sichtbar.

Termine: 16.11.2019 oder 11.01.2020, 10-17 Uhr

Dozentin: Susanne Müller-Kölmel

Kursgebühr: 70 Euro

Zzgl. Material-/Modellkosten: 25 Euro. Bitte alte Kleidung oder einen Kittel aus Ihrem persönlichen Fundus mitbringen!

Thomas Struth: Fotografie als Konstruktion der Wirklichkeit: 05.12.2019 / 06.02.2020

Thomas Struth: Fotografie als Konstruktion der Wirklichkeit

Ausgangspunkt der Fotoprojekte Thomas Struths ist die Idee. Erst dann folgt die Auswahl des Motivs. Seine Form ist eine dokumentarisch anmutende Serie von Abbildungen einer teilweise inszenierten Wirklichkeit.

Nach einer kurzen Einführung in einige Aspekte der Fotografie, Überlegungen zu Fotoprojekten und zu den Themen von Thomas Struth werden wir an verschiedenen Stationen praktisch arbeiten. Anhand verschiedener Werkgruppen Struths erkunden wir im Studio und im Außenraum, wie wir Wirklichkeit fotografisch abbilden, erfinden, ergänzen oder in das Bild integrieren können. Den Leitfaden bilden dabei Überlegungen, was ein Abbild sein kann und inwiefern wir Realität konstruieren wollen. Die Herangehensweise des Künstlers sowie die Inhalte und Kompositionen seiner Werke können dabei einen Startpunkt für unsere eigenen Arbeiten bilden – sowohl im Sinne der Aneignung als auch der Abweichung vom Vorbild.

Termine: 05.12.2019 oder 06.02.2020, 10-17 Uhr

Dozent: René Sikkes

Kursgebühr: 70 Euro

Zzgl. Materialkosten: 10 Euro, Sicherer Umgang mit der eigenen Kamera ist Vorrausetzung und bitte eine Digitalkamera mitbringen.

Anmeldung

Kunstwissenschaftliche Vorlesungen:

Praktische Seminare:

06.02.2020: Thomas Struth: Fotografie als Konstruktion der Wirklichkeit (Ausgebucht!)

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