Kunstwissenschaft

Die Seminare und Vorlesungen aus der Kunstwissenschaft vermitteln ein umfassendes und differenziertes Wissen, das den künstlerischen Entwicklungsprozess theoretisch und historisch fundiert.

Epochen der Kunstgeschichte

Dozent:
Johannes Knecht, M.A.
Kosten:
135,- Euro
Anrechnung SFK:
Kunstwiss. Begleitstudium
Unterrichtseinheiten:
15
Kosten mit Vertrag:
90,- Euro
Anrechnung B.F.A.:
1 CP

Veranstaltungszeiten:

Freitag: 17:00 – 18:30 Uhr
13./27.10., 10./24.11., 08./22.12.2017, 19.01., 02.02.2018

Lernziele

Die Vorlesung vermittelt den Studierenden einen orientierenden Überblick über die abendländische Stilgeschichte und setzt sie anfänglich in die Lage, ein Kunstwerk in seine Zeit ikonographisch und ikonologisch einzuordnen.

Inhalte

Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Kunstgeschichte von der Antike bis zur Moderne.

Es wird mit der Betrachtung der monumentalen ägyptischen Skulptur begonnen; bei der Betrachtung der griechischen Skulptur wird ein besonderer Schwerpunkt auf die „Nachahmung und Idealisierung“ der Natur gelegt, wodurch ein bis ins 19. Jahrhundert gültiges ästhetisches Konzept entsteht. Von hier aus wird der Paradigmenwechsel von der antiken Kunst zur Kunst des christlich geprägten Mittelalters besonders unter dem Aspekt des „Kunstkönnens“ und des „Kunstwollens“ vornehmlich an Beispielen der Malerei behandelt. Das Zeitalter der Renaissance wird in drei Abteilungen behandelt. Die Frührenaissance wird am Beispiel der Arenafresken Giottos und der „Trinita“ Masaccios (Brunelleschi, Perspektive) behandelt werden, um dann zur Hochrenaissance an Beispielen der Architektur und Skulptur überzugehen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Entwicklung individueller Stile durch die Künstler der Renaissance, die zum modernen Werkbegriff führt. Die Spätrenaissance als dritter Teil führt in die Zeit des Manierismus und des Barocks ein. Neben dem „ruhigen“ Bildaufbau der Renaissance tritt die Dramatik der Bildhandlung, die sich auch in der Skulptur wiederfindet (Bernini). Ebenso lässt sich eine „Dynamisierung“ in den Formen der Architektur wiederfinden, die im Zeichen der Gegenreformation und des sich festigenden Absolutismus steht. Der Gegensatz „disegno e colore“ bleibt ein Topos der Kunstkritik und der ästhetischen, malerischen Konzeptionen bis ins späte 19. Jahrhundert hinein und kann insofern ein Leitmotiv für die Kunstgeschichte des 17., 18. und 19. Jahrhunderts bilden, wobei Aspekte wie die der aristokratischen, bürgerlichen und revolutionären Kunst eine Rolle spielen, wenn es um die verschiedenen rivalisierenden Stilrichtungen des 19. Jahrhunderts geht, etwa um die Auseinandersetzung zwischen Klassizismus und Romantik und die immer wiederkehrende „Querelle des Anciens et des Modernes“ auch in der Malerei.

Ein weiterer Aspekt ist die Entwicklung des „profanen Bildes“ gegenüber dem „sakralen“, die mit der Renaissance beginnt und im Realismus des 19. Jahrhunderts ihren ersten Höhepunkt findet. Hier soll neben der Entwicklung der Landschaftsmalerei auch die Genremalerei, etwa am Beispiel der englischen und der niederländischen Malerei behandelt werden.

Kunst der Gegenwart

Dozentin:
Prof. Dr. Sabine Bartelsheim
Kosten:
135,- Euro
Anrechnung SFK:
Kunstwiss. Begleitstudium
Unterrichtseinheiten:
15
Kosten mit Vertrag:
90,- Euro
Anrechnung B.F.A.:
1 CP

Veranstaltungszeiten:

Donnerstag: 17.00 – 18.30 Uhr
12./26.10., 09./23.11., 07./21.12.2017, 18.01., 01.02.2018

Lernziele/Inhalte

Ausgehend von der These, dass die Moderne seit um 1800 sich rezeptionsästhetisch signifikant durch eine Betrachteremanzipation ausweist („Der Betrachter ist im Bild“ / „Der explizite Betrachter“), soll nunmehr auch die Kunst nach 1960 daraufhin betrachtet werden. Wie schon in den Betrachtungen der Kunst von 1800 bis 1960 soll besonderer Wert darauf gelegt werden, inwieweit sich Strömungen, „Ismen“ und manifestierte Kunstformen zu den individuell verantworteten verhalten. Fallen die so zu nennenden avantgardeakademistischen Strömungen mit den kunstimmanentkontinuierlichen auseinander oder gibt es eine friedliche Koexistenz?

Kunst der Moderne

Dozent:
Prof. Dr. Raimund Stecker
Kosten:
135,- Euro
Anrechnung SFK:
Kunstwiss. Begleitstudium
Unterrichtseinheiten:
15
Kosten mit Vertrag:
90,- Euro
Anrechnung B.F.A.:
1 CP

Veranstaltungszeiten:

Montag: 17:00 – 18:30 Uhr
16./30.10., 13./27.11., 11.12.2017, 08./22.01., 05.02.2018

Lernziele

Die Studierenden gewinnen eine grundlegende Orientierung im vielschichtigen Feld der Moderne. Sie erhalten einen gattungsübergreifenden Überblick über die wesentlichen Entwicklungen, formalen und theoretischen Problemstellungen, weltanschaulichen Kontexte und Künstlerpersönlichkeiten der Kunst der Moderne. Des Weiteren erwerben sie ein grundlegendes Verständnis der „Moderne“ als kunsthistorischer Epoche, der Heterogenität ihrer Binnenformen und der über die Epochengrenzen hinausweisenden Phänomene.

Inhalte

Die Vorlesung bietet zunächst eine Einführung in die theoretische Kontur der „Moderne“ als Epoche der Kunstgeschichte; sie erörtert grundlegende fachliche Bestimmungen und Differenzierungen der ästhetischen Moderne entlang zentraler Begrifflichkeiten („Autonomie“, „Klassische Moderne“, „Avantgarde“, etc.).

Darauf aufbauend gibt die Veranstaltung einen Überblick über die wesentlichen künstlerischen Entwicklungen vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts mit Schwerpunkten in den Bereichen Malerei/Grafik und Bildhauerei/Plastik sowie Exkursen zu Architektur, Theater/Tanz, Fotografie und Film. Neben der Vorstellung der unterschiedlichen Strömungen sowie ihrer Wegbereiter und Protagonisten stehen vor allem übergreifende Themen wie die Ismen-Bildung, die Entwicklung der Abstraktion, die psychologisierenden Tendenzen, die Konzeptualisierung des Kunstbegriffs und die sozial-utopischen Momente der Moderne im Mittelpunkt.

Kunst- und Bildtheorien

Dozent:
Johannes Knecht, M.A.
Kosten:
135,- Euro
Anrechnung SFK:
Kunstwiss. Begleitstudium
Unterrichtseinheiten:
15
Kosten mit Vertrag:
90,- Euro
Anrechnung B.F.A.:
1 CP

Veranstaltungszeiten:

Samstag: 12.00 – 13.30 Uhr
14./28.10., 11./25.11., 09./23.12.2017, 20.01., 03.02.2018

Lernziele

Ziel der Veranstaltung ist die Entwicklung eines differenzierten, theoretisch und philosophisch grundierten Bildbegriffes, der die Frage nach dem Wesen des Bildes, seiner Hervorbringung und Funktion im kulturellen Kontext systematisch und historisch umfasst. Die Studierenden gewinnen einen orientierenden Überblick über zentrale geistes- und ideengeschichtliche Positionen der Kunst- und Bildtheorie von der Antike bis zur Gegenwart. Sie haben exemplarische Texte und Autoren kennengelernt und die kritische Handhabung dieses Theoriekorpus eingeübt. Sie haben darüber hinaus erste Ansätze kennengelernt, theoretische Fragestellungen zu reflektieren und ein vertieftes Bewusstsein der Beziehung von Kunst, Bild und Medium erworben. Die dargestellten Theorieansätze sollen mit Beispielen aus der Kunstgeschichte, der visuellen Alltagserfahrung und der eigenen praktischen Bildproduktion verbunden werden.

Inhalte

Die Vorlesung vermittelt im Rahmen eines systematischen wie historischen Überblicks wesentliche Positionen der theoretischen Bildforschung. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem originären Charakter des Phänomens Bild, das sich von andern symbolischen Hervorbringungen des Menschen (etwa der Schrift oder dem Ritual) unterscheidet. Zu den weiteren Leitfragen gehören: In welchen Kontexten werden Bilder produziert und verwendet? Welche Beziehung unterhalten sie zur sinnlichen und geistigen Welterfahrung? Wie ist der Abbildungs- oder Realitätscharakter des Bildlichen organisiert? Welche Unterschiede bestehen zwischen den Bildern der Kunst und denen der Alltagskultur?

Ausgehend von modernen und zeitgenössischen Theorien und Wissenschaftstendenzen (Bildwissenschaft, iconic turn, visual culture) sollen auch ältere Formen des Bildgebrauches und der Bildreflexion dargestellt werden. Dabei sollen die vorgestellten Denkwege jeweils an konkreten Beispielen aus der Kunst- und Bildgeschichte entwickelt, plausibilisiert und überprüft werden.

Kunst- und Kulturwissenschaft A

Dozent:
Prof. Dr. Raimund Stecker
Kosten:
135,- Euro
Anrechnung SFK:
Kunstwiss. Begleitstudium
Unterrichtseinheiten:
15
Kosten mit Vertrag:
90,- Euro
Anrechnung B.F.A.:
1 CP

Veranstaltungszeiten:

Montag: 17.00 – 18.30 Uhr
09./23.10., 06./20.11, 04./18.12.2017, 15./29.01.2018

Lernziele/Inhalte

KÜNSTLERGRUPPIERUNGEN

Brücke und Futuristen, Kubisten und Blaue Reiter, Dadaisten und Vortizisten, Zen, Zero, Op- und Pop-Artisten, New-York School und London-School, Französische Informelle und deutsche, Züricher Konstruktivisten und New Bauhäusler aus Chicago, Black-Mountain-Kollegen, Abstrakte Expressionisten und Neue Figurative, Junge Wilde, „Bastler“, Becher-Schule, Schwegler-Ehemalige…… Oft beginnen Künstler in Gruppenzusammenhängen. Die Einzelnen verbuchen so erste Ausstellungs- und Anerkennungserfolge. Kurze Zeit später separieren sie sich und stellen sich erst dann dem Einzelkampf von Betrieb, Anerkennung, Sammlersuche, Ausstellungsfrequenz und Fachurteil.

Die Vorlesung möchte dieser Bewegung der Movimente nachgehen.

Kunst- und Kulturwissenschaft B

Dozent:
Karl Neuffer
Kosten:
135,- Euro
Anrechnung SFK:
Kunstwiss. Begleitstudium
Unterrichtseinheiten:
15
Kosten mit Vertrag:
90,- Euro
Anrechnung B.F.A.:
1 CP

Veranstaltungszeiten:

Dienstag: 11:00-12:30
17.10., 14./28.11., 12.12.2017, 09./23.01., 06./20.02.2018

Lernziele/Inhalte

KÜNSTLERGRUPPIERUNGEN

Brücke und Futuristen, Kubisten und Blaue Reiter, Dadaisten und Vortizisten, Zen, Zero, Op- und Pop-Artisten, New-York School und London-School, Französische Informelle und deutsche, Züricher Konstruktivisten und New Bauhäusler aus Chicago, Black-Mountain-Kollegen, Abstrakte Expressionisten und Neue Figurative, Junge Wilde, „Bastler“, Becher-Schule, Schwegler-Ehemalige…… Oft beginnen Künstler in Gruppenzusammenhängen. Die Einzelnen verbuchen so erste Ausstellungs- und Anerkennungserfolge. Kurze Zeit später separieren sie sich und stellen sich erst dann dem Einzelkampf von Betrieb, Anerkennung, Sammlersuche, Ausstellungsfrequenz und Fachurteil.

Die Vorlesung möchte dieser Bewegung der Movimente nachgehen.

Kunstphilosophie und Ästhetik

Dozentin:
Isabelle Klasen
Kosten:
135,- Euro
Anrechnung SFK:
Kunstwiss. Begleitstudium
Unterrichtseinheiten:
15
Kosten mit Vertrag:
90,- Euro
Anrechnung B.F.A.:
1 CP

Veranstaltungszeiten:

Samstag: 10.00 – 11.30 Uhr
21.10., 04./18.11., 02./16.12.2017, 13./27.01., 10.02.2018

Lernziele

Die Studierenden gewinnen einen orientierenden, chronologischen Überblick über die wesentlichen geistes- und ideengeschichtlichen Positionen der Kunstphilosophie, Kunsttheorie und Ästhetik von der Antike bis ins 21. Jahrhundert. Sie sind in der Lage, die heutige Brauchbarkeit / Fruchtbarkeit dieses Theoriekorpus kritisch zu erwägen und für die eigene Kunstbetrachtung fruchtbar zu machen.

Inhalte

Die Vorlesung gibt anhand ausgewählter Autoren und Texte zum einen einen chronologischen Überblick über die Theoriegeschichte von Ästhetik und Kunstphilosophie. Stationen dieses Überblickes sind u.a.: (a) Antike (Platon, Aristoteles); (b) die scholastischen Debatten der Ikonoklasten und Ikonodulen im Frühmittelalter, Thomas von Aquin; (c) die geistige Neubestimmung von Mensch und Kunst in Humanismus und Renaissance (Neoplatonismus); (d) die Geburt der Ästhetik als eigenständiger, philosophischer Disziplin in der Aufklärung (Baumgarten, Kant); (e) die „Vorlesungen zur Ästhetik“ von Hegel; (f) Heidegger, Adorno; (g) Positionen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Strukturalismus, Danto, etc.).

Zum anderen sollen in der Vorlesung systematische Fragen aufgeworfen und diskutiert werden, die mit den StichwortenKunstbegriff, Abgrenzung von Kunst / dem Schönen, dem Zustandekommen von Bedeutung in Kunst und Bild, etc. umrissen werden können.

Theorie und Geschichte der Fotografie

Dozentin:
Prof. Dr. Sabine Bartelsheim
Kosten:
135,- Euro
Anrechnung SFK:
Kunstwiss. Begleitstudium
Unterrichtseinheiten:
15
Kosten mit Vertrag:
90,- Euro
Anrechnung B.F.A.:
1 CP

Veranstaltungszeiten:

Freitag: 17:00 – 18:30 Uhr
20.10., 03./17.11., 01./15.12.2017, 12./26.01., 09.02.2018

Lernziele

Die Studierenden erhalten einen vertieften Einblick in Theorie und Geschichte der Fotografie. Sie sind vertraut mit zentralen Kategorien der Fototheorie und erwerben grundlegende Kenntnisse über die Entwicklung der Fotografie vom 19. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung und Durchsetzung der künstlerischen Fotografie.

Inhalte

Die Vorlesung gibt zunächst eine konzentrierte Einführung in zentrale Kategorien und Positionen der Fototheorie (Fotografie als Abdruck/Index, Fotografie und Reproduzierbarkeit, Fotografie als Kunst). Darauf aufbauend bietet sie einen fundierten Überblick über wichtige Stationen der Fotografiegeschichte bis 1970: Sie spannt einen Bogen von den Pionieren der Fotografie im 19. Jahrhundert über den Piktorialismus, die Fotografie der Avantgardebewegungen, die Sach- und Dokumentarfotografie bis hin zu den Anfängen der zeitgenössischen Fotografie in den 1960er Jahren. Neben der Vorstellung maßgeblicher Vertreter der Fotografiegeschichte stehen jeweils spezifische historische Konzepte der „künstlerischen Fotografie“ und die wechselvollen Bewertungen von Fotografie bis zu ihrer eigentlichen Anerkennung als „Kunst“ um 1970 im Mittelpunkt. Eingeschlossen in diese Thematik sind ebenso die Wechselbeziehungen des neuen Mediums zu den „klassischen“ künstlerischen Gattungen Malerei und Skulptur.

Das komplette Vorlesungsverzeichnis der fadbk für das kommende Wintersemester 2017/2018 steht hier zum Download bereit (PDF, 2.9 MB). Das Vorlesungsverzeichnis vom Sommersemester 2017 können Sie hier einsehen (PDF, 9 MB).

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