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Premiere für den Essener Förderpreis (WAZ, 03.September 2011) von Markus John
   
  Die Freie Akademie der bildenden Künste in Essen Kipferdreh vergibt erstmals Stipendien an Studierende


Aus Anlass ihres zehnjährigen Bestehens vergibt die Freie Akademie der bildenden Künste (fadbk) in Kupferdreh zum ersten Mal den neu geschaffenen und mit insgesamt 17000 Euro dotierten „Essener Förderpreis“. Dieser schon im letzten Jahr ausgelobte Wettbewerb hat drei Preisträger, die ihre Arbeiten nun für eine Woche in der Räumlichkeiten der Akademie präsentieren.

Finanziert wird der Förderpreis vom Verein für zeitgenössische Kunst, Kultur und Wissenschaft und der fadbk. Das in einer eigenen Wettbewerbskategorie ausgeschriebene Vollzeitstipendium für ein Studium an der fadbk wurde nicht vergeben. Akademieleiter Stephan Schneider spricht von „Anlaufschwierigkeiten“ dieses bundesweit offenen Wettbewerbs und schickt die Ausschreibung in eine zweite Runde.
Im akademieinternen Wettbewerb konnten dann drei Kandidaten die Jury überzeugen. Der erste Preis ging an Lea Carla Diestelhort. Die 24-jährige Malerin lag in der Gunst der Juroren von Anfang an weit vorn. Sie erhielt ein dreimonatiges Stipendium an der Freien Akademie. Die Fotoarbeiten von Roland Regner und die Plastiken von Katharina Rüll werden ebenfalls ausgezeichnet. Regner und Rüll dürfen sich über Geldmittel und die Finanzierung einer hauseigenen Künstlerpublikation freuen.

Akademieleiter Stephan Schneider weiß um die Bedeutung von Preisen und Stipendien. Sie sind willkommene Finanzspritzen für junge Künstler und schaffen Raum für eine intensive Beschäftigung mit der eigenen Arbeit. Der Essener Förderpreis sein eine „interne Hilfe“ für die Studierenden, fördere zudem die Konkurrenz und zeige, dass sich persönlicher Einsatz lohne, denn: „Der Wettbewerb in der Kunst ist groß“, so Schneider.

Preisträgerin Lea Diestelhorst freut sich nun darauf, ihren anstehenden Abschluss an der fadbk ohne finanzielle Sorgen angehen zu können. Darüber hinaus hat sie ihre berufliche Zukunft fest im Blick. Ein Kunststudium in Hamburg und ein weiteres Aufbaustudium sollen sich anschließen. Außerdem will sie eine Galerie für ihre Bilder begeistern. Das dürfte ihr nach dem Urteil von Stephan Schneider nicht allzu schwer fallen, denn bereits jetzt zeichnen sich die Werke der Noch-Studierenden durch „eigenständige Bilderwelten“ aus. Diestelhorst kombiniert Figürliches und Abstraktes. Auf ihren Leinwänden treffen malerische, nicht-gegenständliche Bildzonen auf geheimnisvolle Figuren, die von Comic- oder Graffitiwelten inspiriert sein könnten. „Das macht die von Lea Diestelhorst zu zeitgenössischer Kunst“, schwärmt Schneider.

Auch in Zukunft soll es den Essener Förderpreis geben.
Die Ausstellung läuft vom 3. bis zum 9.September 2011
   
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